Daytrading übt auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. Die Vorstellung, innerhalb kurzer Zeit Gewinne zu erzielen, wirkt besonders reizvoll. Allerdings ist Daytrading mit erheblichen Risiken verbunden. In diesem Leitfaden erklären wir, was Daytrading ist und wie es funktioniert. Außerdem erläutern wir die damit verbundenen Chancen und Risiken sowie mögliche Alternativen.
Was ist Daytrading? Einfach erklärt
Daytrading ist eine Form des kurzfristigen Handels mit Finanzprodukten, wie Aktien oder ETFs. Ziel ist es, aus kleinen Kursschwankungen Gewinne zu erzielen. Die meisten Trades dauern nur wenige Stunden und werden noch am selben Tag beendet, wodurch es stark auf kurzfristige Marktbewegungen ausgerichtet ist. Anders als beim langfristigen Investieren geht es nicht darum, über Jahre ein Vermögen aufzubauen oder an der wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens teilzuhaben. Daytrading ist damit keine klassische Geldanlage, sondern eine kurzfristige, spekulative Handelsstrategie.
Wie funktioniert Daytrading?
Beim Daytrading wird auf steigende oder fallende Kurse spekuliert. Wer von steigenden Preisen ausgeht, kauft Wertpapiere zu einem günstigen Zeitpunkt und verkauft sie später idealerweise zu einem höheren Preis – man geht eine Long-Position ein. Da der Verkaufspreis höher ist als der Einkaufspreis, erzielt der/die Daytrader*in so einen Gewinn. Erwartet ein*e Trader*in fallende Kurse und setzt auf sinkende Preise, spricht man von einer Short-Position: Wertpapiere werden zunächst verkauft (häufig geliehen) und später günstiger zurückgekauft. Da die Wertpapiere zu einem teureren Preis verkauft und zu einem günstigeren wieder gekauft werden erzielt der/die Trader*in auch hier Gewinne. Viele Daytrader*innen nutzen zusätzlich sogenannte Hebel. Diese verstärken die Wirkung von Kursbewegungen: Schon kleine Preisänderungen können dadurch überproportionale Gewinne ermöglichen – aber ebenso hohe Verluste verursachen. Daytrading basiert somit auf kurzfristigen Marktbewegungen und schnellen Entscheidungen. Die Dynamik der Märkte macht diese Handelsform besonders spekulativ.
Daytrader*in: Die Rolle des aktiven Marktteilnehmers
Ein*e Daytrader*in ist die Person, die Daytrading betreibt. Sie beobachtet Märkte intensiv und trifft innerhalb kurzer Zeit Handelsentscheidungen. Ziel ist es, kurzfristige Preisbewegungen von Wertpapieren zu erkennen und daraus Profite zu erzielen. Um solche kurzfristigen Kursschwankungen gezielt auszunutzen, analysieren Daytrader*innen vor allem Kursverläufe, Trends und Marktbewegungen. Zu den bekanntesten Strategien zählen beispielsweise Scalping, Momentum-Trading und News-Trading. Allen Ansätzen gemein sind der kurzfristige Zeithorizont und die aktive Marktbeobachtung. Daytrading kann als private Spekulation betrieben werden oder als selbständige Tätigkeit. Anders als bei einem Angestelltenverhältnis gibt es jedoch keine festen Einkünfte. Einnahmen hängen unmittelbar vom eigenen Handelserfolg ab und können stark schwanken. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Disziplin, Risikomanagement und emotionale Belastbarkeit.
Chancen und Risiken beim Daytrading
Wie jede spekulative Handelsstrategie bringt auch Daytrading sowohl Chancen als auch Risiken mit sich.
Chancen:
Möglichkeit, in kurzer Zeit Gewinne zu erzielen
Hohe Flexibilität durch aktiven Handel
Risiken:
Hohe Verlustgefahr durch unvorhersehbare Kursbewegungen
Psychische Belastung durch schnelle Entscheidungen
Hohe Handelsfrequenz kann Kosten verursachen
Für langfristigen Vermögensaufbau meist ungeeignet
Daytrading ist nur für erfahrene Marktteilnehmer*innen geeignet, die mit möglichen Verlusten umgehen können.
Alternativen zum Daytrading
Wer lieber langfristig und mit planbaren Risiken investieren möchte, kann auf andere Strategien setzen:
Tagesgeld: Ein Tagesgeldkonto ist eine einfache und flexible Möglichkeit, dein Geld sicher zu parken und gleichzeitig Zinsen zu erhalten. Hier kannst du immer auf dein Geld zugreifen und jederzeit Geld ein- oder auszahlen. Die anteiligen Zinsen bekommst du, je nach Bank, zum Beispiel jährlich, quartalsweise oder monatlich ausgezahlt. Die Renditen sind gewöhnlicherweise gering, dafür aber sicher. Hier geht’s zum Tagesgeldkonto von Tomorrow.
Aktienfonds: Aktienfonds investieren breit gestreut in viele Unternehmen und mindern durch diese Diversifikation das Risiko an Wertverlust durch einzelne Kursschwankungen. In der Regel verfolgen sie eine langfristige Wachstumsstrategie. Anleger*innen können über Jahre hinweg kontinuierlich Vermögen aufbauen, insbesondere durch den Zinseszinseffekt bei thesaurierenden Fonds. Ein Beispiel für einen nachhaltig ausgerichteten Aktienfonds ist der Tomorrow Fund, der in ausgewählte nachhaltige Unternehmen weltweit investiert. Hier geht’s zum Aktienfonds von Tomorrow.
*Hinweis: Der Text enthält keine Anlageberatung oder Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf.
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