Sparen beginnt im Kopf. Genau hier setzt Kakebo an. Die japanische Sparmethode hilft dir dabei, deine Finanzen nicht nur zu dokumentieren, sondern bewusst zu reflektieren. In diesem Artikel erklären wir dir, was es mit der Kakebo Methode auf sich hat, wie du sie Schritt für Schritt umsetzen kannst und welche alternativen Sparmethoden es gibt, um dein Geld effektiv zu verwalten.
Kakeibo Methode: Was ist das?
Kakeibo (auch Kakebo genannt) ist das japanische Wort für „Haushaltsbuch“. Die Kakeibo Methode wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von der Journalistin Motoko Hani entwickelt und ist in Japan bis heute weit verbreitet.
Im Kern geht es darum, deine Ausgaben regelmäßig aufzuschreiben und diese bewusst zu hinterfragen. Ziel ist nicht maximaler Verzicht, sondern ein besseres Verständnis für das eigene Konsumverhalten – und damit langfristig mehr finanzielle Freiheit. Denn statt sich strikt an Sparzwänge zu halten, hilft dir Kakebo dabei, bewusster abzuwägen, welche Ausgaben wirklich wichtig sind und unnötige Kosten ganz automatisch zu reduzieren.
So funktioniert Kakebo
Die Kakebo Methode folgt einem klaren, wiederkehrenden Ablauf. Du kannst sie klassisch mit Stift und Notizbuch umsetzen oder digital unterstützen – entscheidend ist die Regelmäßigkeit.
So setzt du Kakebo in fünf Schritten um:
1. Einnahmen erfassen Erstelle dir zu Beginn eine Monatsübersicht, in der du alle Einnahmen summierst - zum Beispiel dein Gehalt und, wenn du hast, zusätzlich Einkünfte. So weißt du, wie viel du jeden Monat zur Verfügung hast.
2. Fixkosten abziehen Zuerst ziehst du deine Fixkosten ab. Dazu zählen zum Beispiel Miete, Versicherungen, Abos oder Strom. So bekommst du ein klares Bild deiner regelmäßigen Ausgaben und weißt, wie viel Geld dir im Monat tatsächlich zur Verfügung steht.
3. Sparziel festlegen Lege einen realistischen Betrag fest, den du am Monatsende sparen möchtest. Mit dem Wissen aus Schritt 1 und 2 – also deinen Einnahmen und Fixkosten – kannst du genau abschätzen, was möglich ist, ohne dich unter Druck zu setzen.
4. Ausgaben kategorisieren Als Nächstes notierst du deine Ausgaben – idealerweise täglich, aber du kannst auch einen anderen Rhythmus wählen, der für dich passt – und ordnest sie in vier Kategorien ein. Diese sind:
Notwendigkeiten
Wünsche
Kultur & Freizeit
Unerwartetes
5. Regelmäßig reflektieren Am Ende jeder Woche oder jedes Monats siehst du dir deine Ausgaben noch einmal genau an und stellst dir folgende Fragen wie:
Was war notwendig?
Was hätte ich mir sparen können?
Was möchte ich nächsten Monat anders machen?
Diese Reflexion ist der zentrale Unterschied zwischen Kakebo und klassischen Haushaltsbüchern.
Vor- und Nachteile der Sparmethode
Wie jede Methode hat auch Kakebo ihre Stärken und Schwächen.
Vorteile der Kakebo Methode:
Stärkt dein Bewusstsein für Ausgaben
Einfacher Einstieg für mehr finanzielle Übersicht und Kontrolle ohne Finanzwissen
Flexibel analog oder digital nutzbar
Hilft, Sparpotenziale im Alltag zu erkennen
Nachteile der Kakebo Methode:
Regelmäßiges Eintragen kostet Zeit
Erfordert Disziplin
Weniger geeignet, wenn du alles automatisieren möchtest
Trotz der kleinen Einschränkungen kann Kakebo ein wertvolles Werkzeug sein, um deine Ausgaben zu reflektieren und gezielt Sparpotenziale zu erkennen.
Alternative Sparmethode: Die 50-30-20-Regel
Wenn du eine strukturierte, aber weniger zeitintensive Methode suchst, ist die 50-30-20-Regel eine beliebte Alternative. Im Gegensatz zu Kakebo arbeitest du hier mit einer festen prozentualen Aufteilung. Während du bei Kakebo selbst entscheidest, wie viel Geld in welche Kategorie fließt, gibt dir die 50-30-20-Regel dafür einen klaren Rahmen vor.
Dabei teilst du dein monatliches Nettoeinkommen so auf:
50 % für Fixkosten und Grundbedürfnisse
30 % für persönliche Wünsche
20 % zum Sparen oder Investieren
Die Regel ist leicht verständlich und ideal für den digitalen Alltag. Im Tomorrow Magazin findest du dazu hier einen ausführlichen Artikel und den 50-30-20-Regel Rechner. In der Tomorrow App kannst du deine Ausgaben außerdem automatisch tracken und Sparziele direkt integrieren – ganz ohne manuelles Haushaltsbuch.
Kakebo ist keine klassische Spartechnik, sondern ein Mindset. Wenn du verstehen willst, wie und warum du Geld ausgibst, bietet dir die japanische Sparmethode einen klaren Rahmen. Sie verlangt Zeit und Ehrlichkeit – belohnt dich aber mit mehr Kontrolle und bewussteren Entscheidungen.
Wenn du es pragmatischer magst, ist die 50-30-20-Regel eine moderne Alternative. Wichtig ist am Ende nur eins: eine Methode zu finden, die zu deinem Leben passt.
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