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DURCH DIE BANK NACHHALTIG

Wie wir positiven Impact erzielen



“Wie kann Geld denn nachhaltig sein?”

Eine berechtigte Frage, die wir nicht selten gestellt bekommen. Und gar nicht mal so einfach zu beantworten. Ist Geld für viele doch vor allem ein Medium, ein Mittel zum Zweck. Scheint fast, als nähme es eine neutrale Rolle ein. Doch der Schein trügt. Geld hat eine immense Wirkung. Und damit meinen wir nicht, dass es den Charakter verdirbt (was durchaus vorkommen kann). Sondern dass ihm eine entscheidende Rolle dabei zukommt, wie sich das „große Ganze“ verändert.

Wie wollen wir morgen leben?
Die Zukunft unseres Planeten und seinen Bewohner hängt entscheidend davon ab, wie künftig gewirtschaftet wird: Wie werden wir morgen Nahrung produzieren, wie werden wir morgen Mobilität gestalten, welche Form von Energie werden wir morgen nutzen – und wofür? Für all diese Bereiche gibt es solche und solche Beispiele: Es gibt den Bio-Bauernhof und die Massentierhaltung, es gibt Spritschlucker und eBikes, es gibt Kernkraft und Solarenergie, … Zugegeben, die Welt lässt sich nicht in Gut und Böse unterteilen, sie ist nicht schwarz-weiß. Aber man kann doch klar benennen, wo ein positiver Fußabdruck hinterlassen wird – und wo verbrennte Erde.

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Geld spielt bei der Frage, welche Akteure sich durchsetzen werden, eine entscheidende Rolle: zukunftsfähiges Wirtschaften benötigt Kapital. Das gilt für den Mikrokredit des Kleinbauern, der neues Saatgut braucht; das gilt für das Startup, das mit einer Social Business-Idee loslegen will, das gilt für den Windpark, der weitere Kapazitäten schaffen will. Und hier kommen wir ins Spiel.

Allerdings beileibe nicht nur wir: Die EU-Kommission hat Anfang 2018 eine umfassende Umwälzung des Finanzsektors beschlossen, um die globalen Klimaschutz-Ziele annähernd erreichen zu können. Allein dafür müssen jährlich etwa 170 Milliarden Euro investiert, bzw. in nachhaltige Branchen gelenkt werden.

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Um die „Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen zu erreichen, braucht es noch viel mehr. Das sind riesige Zahlen. Doch irgendwann muss man ja mal damit anfangen. Und unser Geld wird ein Teil davon sein.

Banking darf nicht die Welt kosten.
Egal, ob auf dem Girokonto, auf dem Sparbuch oder im Aktienfonds. Wenn Du heute Geld auf der Bank hast, schreibt es bereits eine Geschichte. Deine Bank nutzt es, um damit Kredite zu vergeben oder Investitionen zu tätigen. So wird Geld oft, viel zu oft, zu einem Teil des Problems: denn es finanziert Branchen, die auf Kosten künftiger Generationen wirtschaften. Das kann die Rüstungsindustrie sein oder das Kohlekraftwerk, die Liste ist lang. Das gefällt uns nicht - und deswegen wird es so etwas bei Tomorrow auch nicht geben. Wir haben einen strengen Kriterienkatalog erstellt, der vorgibt, wo Euer Geld auf keinen Fall landet. Ihr findet ihn hier. Wir möchten nicht nur Schlechtes verhindern, wir möchten Gutes bewirken. Und das geht so:

1. Nachhaltige Geldanlage – Cashcows, die nur Bio-Gras fressen

Wir werden Euch in Zukunft smarte Investment- und Sparmöglichkeiten bieten, mit denen Ihr Geld doppelt sinnvoll anlegen könnt: Rendite für Euch, Sinnstiftung für andere. Nachhaltige Aktienfonds oder sogenannte alternative Investments fließen ausschließlich in zukunftsfähige, ökologisch und sozial verantwortliche Firmen und unterstützen auf diese Weise ein besseres Morgen. Aktuell arbeiten wir an konkreten Finanzprodukten, die diesem Anspruch gerecht werden. Anfang 2019 werden wir aller Voraussicht nach so weit sein, Euch Spar- und Investitionsmöglichkeiten direkt aus der Tomorrow-App anzubieten.

2. Nachhaltiger Konsum – das Tomorrow-Ecosystem

Mit dem Tomorrow-Ecosystem möchten wir die Idee eines nachhaltigen Lebensstils unterstützen. In vielen Bereichen des Lebens kann man durch bewusste Konsumentscheidungen einen Unterschied machen. Mit einem Partner-Programm, das die führenden grünen Marken versammelt, wollen wir Euch diese Entscheidung ein bisschen leichter machen. All unsere Partner bieten Tomorrow-Kunden spezielle Angebote und Vorteile. Wir stellen gerade die letzten Details zusammen, können Euch aber schon versprechen, dass da richtige Schmankerl dabei sein werden. Von Co-Working über emissionsfreie Mobilität bis zu Eco-Sneakern.

3. Nachhaltige Karte – die Mastercard, die Bäume pflanzt

Bei jeder Transaktion von Kreditkarten bezahlt der Händler (das kann der Bäcker sein oder die Tankstelle oder ein Online-Shop) eine sogenannte „Interchange Fee“ an die Bank, von der die Karte stammt. Das ist ein weltweit etabliertes System – und für alle Banken eine wichtige Einnahmequelle. Als Kunde bekommt man davon gar nichts mit. Wir möchten hier einen Unterschied machen: bei uns wird daraus die „Interchange the world“-Fee. Wir nutzen die Gebühren und führen sie in weltweite Klimaschutz-Projekte. Wir forsten Regenwälder auf und lassen Brunnen bohren. So leistet Ihr jedes Mal, wenn Ihr Eure Tomorrow-Karte zückt, einen kleinen Beitrag für ein besseres Morgen. Mehr dazu findet ihr hier.

4. Nachhaltige Konten – wo Eure Einlagen wirken

Bei Geldern, die auf Girokonten liegen, spricht man von sogenannten “Kundeneinlagen“. Über diese Gelder können Banken (unter Berücksichtigung bestimmter Eigenkapitalquoten) frei verfügen, um damit zu arbeiten (siehe oben). Wir werden diese Gelder ausschließlich einem positiven Zweck zu führen, sprich: nachhaltige Branchen und Projekte damit finanzieren. Aktuell sind wir in fortgeschrittenen Gesprächen mit Mikrokredit-Organisationen und Plattformen für Solarenergie, mit denen wir erste gemeinsame Projekte realisieren werden.

(Übrigens: Mit dem Impact Board könnt Ihr direkt in der App nachvollziehen, wie sich die oben skizzierten Wirkungsbereiche niederschlagen, bzw. wo Euer Geld genau positiven Impact erzielt. Hier erfahrt Ihr mehr über das Feature.)

“Wie stellt Ihr fest, was nachhaltig ist?”
Guter Punkt. Die Definition, welche Organisationen nachhaltig genug sind, damit wir künftig Gelder dorthin lenken können und wollen, ist keine Frage des Bauchgefühls. Sondern sie vollzieht sich nach einem klaren Prozess. Wir haben die 17 „Sustainable Development Goals“ (kurz: SDG’s) der Vereinten Nationen auf vier Kernbereiche reduziert. Hier finden sich die Herausforderungen, zu denen wir künftig mit Tomorrow einen Beitrag leisten möchten. Hier soll der Anspruch „Dein Geld, Dein Impact“ sich letztlich konkret wiederfinden: Indem wir Unternehmen und Projekte finanzieren, die mit ihrem Geschäftsmodell aktiv beitragen zum Schutz natürlicher Ressourcen, zur Sicherstellung von Grundbedürfnissen aller Menschen, zum Schutz des Klimas oder zu einem Empowerment (englisch für „Ermächtigung“) benachteiligter Gruppen. Erst wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, kommt eine Finanzierung durch Tomorrow in Frage.

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Es folgen weitere Evaluationen, die sich den ökologischen, sozialen und wirtschaftsethischen Gesichtspunkten widmen. Nur wenn hier eine ausreichend positive Bilanz gewährleistet ist – und das Unternehmen/ Projekt zudem nicht einem Bereich auf unserer „Negativliste“ zuzuordnen ist – folgt künftig noch ein weiterer Schritt: Die Bewertung durch unseren externen Beirat. Dieses Gremium stellen wir gerade sukzessive zusammen. Mit Markus Beckmann (Professor für Corporate Sustainability Management an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) und Andreas Neukirch (ehemaliger Vorstand der GLS Bank) haben wir bereits zwei erfahrene Kandidaten an Bord, weitere werden folgen.

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Auf Basis dieses Nachhaltigkeitsprozesses entstehen in Zukunft dann konkrete Finanzprodukte- oder services: Das können Wertpapiere oder Fonds sein, Investitionen in „echte Güter“ wie Windparks, Mikrofinanzen oder Anschubfinanzierungen von kleinen und mittelständischen Firmen via Crowdfunding. Hier wartet zugegebenermaßen noch viel Arbeit auf uns, wir fangen ja gerade erst an. Aber zumindest wäre hiermit - hoffentlich – schon einmal die Frage geklärt, wie Geld denn bitte nachhaltig sein kann.